Hochkarätige Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft zeigen im Werkstattgespräch, wie aus Ideen Realitäten werden – mit Themen aus der Praxis für die Praxis. Anschließend sind Sie eingeladen, die offene und informelle Atmosphäre zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit den Referenten und Kollegen aus anderen Unternehmen zu nutzen.

Die bisherigen Themen waren:

06 Büro-Dreikampf: Stapeln, Suchen, Verschieben.…und die Kunden warten immer noch!? Lean Office/Lean-Prinzipien im indirekten Bereich

Haben Sie manchmal auch das Gefühl, den Amtsschimmel in Ihrer Angebots- und Auftragsabwicklung wiehern zu hören? Statt durch die Prozesse zu galoppieren, grast er gemütlich hinter Bergen unerledigter Vorgänge… Studien zeigen, dass der Anteil an Verschwendung im Büro durchschnittlich 30% beträgt. Wartezeiten, Rückfragen, Nachbesserungen und Suchen verlängern dabei die Durchlaufzeiten für Anfragen und Aufträge. Im Bereich der Produktion sind die Methoden des Lean-Managements sehr verbreitet, aber auch im administrativen Bereich finden diese Methoden zunehmend Anwendung und führen nicht selten zu Verkürzungen der Durchlaufzeiten von mehr als 80%! Eine intelligente Kombination aus Prozessgestaltung, Organisation und Informationstechnik ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Oder: wie man den Amtsschimmel zum Rennpferd trainiert.

 

05 Zukunft (ver-)baut? Standort-Masterplanung: Struktur für´s Wachstum.

Wachstum ist wundervoll. Größer, schneller, höher, weiter. Alles hehre Ziele, die ein jeder von uns mal mehr, mal weniger strikt verfolgt. Aber was, wenn die avisierte Produktionssteigerung oder der notwendige Neubau die Grenzen des gewachsenen Standortes sprengt? Oder schlummern im Standort Entwicklungs-Chancen, die man, wie den Wald vor lauter Bäumen, nicht erkennt?
Standortentwicklung wird ab und an – und das kennen wohl viele von uns – wie eine Not-Operation betrieben. Pflastern, Tackern und Flicken an den schlimmsten Stellen führen zu Insellösungen. Unbedachte bauliche Maßnahmen schränken Möglichkeiten ein oder bremsen beste Standortpotentiale schlichtweg aus. Gerne wird bei der Standort-Masterplanung auch nur auf Heute und Morgen geschaut. Bauliche Maßnahmen sollten aber gut und gerne mit einem Blick auf die nächsten zehn Jahre ausgelegt werden, um Entwicklungsmöglichkeit zu erhalten! Auch die parallele Betrachtung aller Wertschöpfungsprozesse neben den gegebenen Flächen- und Gebäudestrukturen stärkt die perspektivische Sicht.

 

04 Kosten-Tsunamis durch Produktvielfalt: Ertrinken wir im Aufwand der Individualisierung?

Es lebe die Vielfalt! Ob privat oder im geschäftlichen Einsatz: Jeder möchte ein auf seine individuellen Anforderungen zugeschnittenes Produkt zu einem möglichst niedrigen Preis. Aber machen wir uns nichts vor: diese Individualisierung hat sowohl für die Hersteller als auch für die Kunden ihren Preis. Was aber kostet ein zusätzliches Material in der gesamten logistischen Kette? Was kostet die Anforderungsaufnahme und -umsetzung in Vertrieb, Verwaltung, Konstruktion und Arbeitsvorbereitung? Mit der Vielfalt an Teilen (innere Vielfalt) und Produkten (äußere Vielfalt) steigen vor allem die Gemeinkosten. Und wir alle wissen, wie schwer diese einmal entstandenen Kosten wieder zu reduzieren sind.

 

03 Investitionsgüter + Service = Wüste oder Oase?

Service-Wüste Deutschland – so lesen wir es in den Zeitungen. Gemeint sind meist Dienstleistungen im Konsumbereich sowie die mangelnde Bereitschaft zum „Dienen” im Dienstleistungssektor. Aber wie siehts im industriellen Bereich der Investitionsgütern aus? Investitionsgüter sind per Definition langlebige Wirtschaftsgüter. Provokant gedacht, könnte man meinen, dass den Herstellern ihre Güter zu langlebig sind! Service verzögere nur den Zeitpunkt des Verkaufs einer neuen Maschine! Also bloß keinen Service anbieten. Nur im Notfall, … Und: Wer viele Ersatzteile verkauft, hat wohl schlechte Maschinen… Daraus folgt: Service wird passiv betrieben, wenn es denn sein muss!

 

02 Was kommt nach Lean Production?

Es gibt sehr viele grandiose Beispiele für Verbesserungen durch die Einführung von Lean-Prinzipien. Zunehmend verschwindet die dogmatische Umsetzung der „Standard-Prinzipien” zugunsten individualisierter Lösungen im Unternehmen. Lean Production hilft dabei, dass Mitarbeiter wieder mit-sehen, mit-denken und mit-handeln, um dadurch die Prozesse stetig zu verbessern. In der Vergangenheit ging es nur ums Handeln, und zwar ausschließlich auf Anweisung!
Viele Unternehmen beschäftigen sich erst jetzt intensiv mit der Einführung von Lean-Prinzipien in der Produktion. Grundsätzlich sollte man natürlich erst einmal anfangen und dann nie aufhören, Verschwendungen in der Produktion zu reduzieren: kontinuierlich verbessern! Aber: Wer jetzt erst anfängt, läuft ja schon hinterher! Und bald sind dann alle „Lean” in der Produktion. Dann hat man bestenfalls den Rückstand vermindert, sich aber nicht an die Spitze gesetzt. Lean wird zum „Commodity”, zum „Allerweltsstandard”, zum „Hygienefaktor”!

 

01 Schlaglöcher in der Prozess-Autobahn: Frustschäden durch IT-Systeme?

Loch an Loch: Lücken in der Prozessabbildung müssen aufwändig und langsam umfahren werden („workarounds”). Unternehmensprozesse und IT-Systeme passen oft nicht zusammen. Vielfach mangelt es aus Sicht der Mitarbeiter an der notwendigen Unterstützung durch IT-Systeme. Prozesse werden nicht durchgängig abgebildet, Daten sind unvollständig oder falsch, Mitarbeiter verstehen die Systeme nicht mehr. Dabei entwickelt sich zunehmend Frust bei den Mitarbeitern, aber auch bei der IT-Abteilung und der Geschäftsführung. Denn die Mitarbeiter scheinen nicht richtig mit den Systemen arbeiten. Im Zweifel ist das System schuld! Denn das System sollte doch die Probleme lösen! Riesige Investition und kaum Effekte!

So einfach ist es nicht! Auch wenn es sehr viele so sehen. Die Ursache liegt fast immer in der unzureichenden Harmonisierung und Synchronisation von Prozessen, Systemen, Daten und Mitarbeitsqualifikationen. Die Lösung liegt in einer ganzheitli- chen Betrachtung und Gestaltung dieser Elemente. Die Frage ist, ob (Not-) Reparatur, Lückenschluss oder Grundsanierung die richtige Maßnahme darstellt. In unserem Werkstattgespräch:01 stellen Ihnen Praktiker Beispiele zur Lösung vor.